Israel und der 6-Tage-Krieg

 

von Jérôme Lombard

 

Der Sechstagekrieg von 1967 jährt sich in diesem Juni zum 50. Mal. Dieser kürzeste aller Kriege im Nahen Osten hat die regionalen Machtverhältnisse wie kein zweiter geprägt. Alle nachfolgenden militärischen Auseinandersetzungen und Krisen, vom Yom-Kippur-Krieg 1973 bis zur Intifada, sind eine unmittelbare Folge dieser sechs intensiven Kriegstage.

 

Bis heute hält nicht nur die Diskussion über die politischen Auswirkungen des Sechstagekriegs an. Es wird auch heftig über den Charakter des Kriegs gestritten. Für einige Historiker bedeutet der Krieg von 1967 ein Wendepunkt in der israelischen Militärgeschichte. In dieser dreiteiligen Reihe sollen die Ursachen, der Kriegsverlauf sowie die Folgen und politischen Auswirkungen bis heute geschildert werden.

 

„Ha-Hamtana“. „Das Warten“. So nennt die israelische Geschichtswissenschaft die kritischen Wochen von Mitte Mai bis zum Ausbruch des Kriegs am 5. Juni 1967. Am 17. Mai erreichten den israelischen Ministerpräsidenten Levi Eschkol die ersten Geheimdienstberichte über ägyptische Militärbewegungen auf der Sinai-Halbinsel. „Es ist noch völlig unklar, welche diplomatischen Überlegungen oder charakterlichen Schwächen ihn zu dieser verheerenden Entscheidung veranlasst haben“, heißt es in einem Schreiben des israelischen Außenministeriums vom 17. Mai. Gemeint war damit nicht etwa der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser, der seinen Truppen an diesem Tag den Marschbefehl in Richtung Israels Südgrenze befahl. Das Schreiben und das darin bekundete Unverständnis bezogen sich auf den damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, den aus Birma stammenden U Thant. Der hatte am 16. Mai 1967 dem wiederholten Drängen der arabischen Seite nachgegeben und erklärt, die zur Sicherung des Friedens zwischen Israel und Ägypten auf der Sinai-Halbinsel stationierten internationalen Truppen der UNEF (United Nations Emergency Force) abziehen zu lassen. Eine verheerende Entscheidung des Generalsekretärs: Israel verlor damit von dem einen auf den anderen Tag die wichtigste militärpolitische Errungenschaft seit 1956, waren doch die UNO-Truppen nach dem Suez-Krieg auf dem Sinai stationiert worden, um israelischen Schiffen die freie Passage durch die Meerenge von Tiran zu gewährleisten und die Südgrenze des jüdischen Staats dauerhaft zu sichern.

 

Mit dem Ende der UNEF-Mission ging der friedenssichernde Puffer, der Israel und der Region eine fast zehn Jahre anhaltende Phase relativen Friedens beschert hatte, verloren. Nasser hatte von nun an freie Hand. Und dass der ägyptische Präsident mit seinem zuvor bei den Vereinten Nationen in New York eingereichten Antrag, die Friedensmission der UNO auf seinem Staatsgebiet so schnell wie möglich zu beenden, die Vorbereitung einer militärischen Aggression gegen Israel verband, war für die Zeitgenossen offensichtlich. Der Ägypter hatte sich die Zerstörung des jüdischen Staats seit seinem Machtantritt 1954 auf die Fahnen geschrieben. Seine Rhetorik gegenüber Israel war von Antizionismus und Feindseligkeiten geprägt. Auf dem Gipfel der Arabischen Liga im Januar 1964 in Kairo hatten die arabischen Staaten unter Führung Ägyptens Israel bereits unumwunden den Krieg erklärt. In der Abschlusserklärung wurde an alle arabischen Nationen appelliert, die notwendigen militärischen Vorbereitungen für eine „endgültige Zerstörung Israels zu treffen“. Das war keineswegs blosse Rhetorik: Spätestens seit 1965 verübten von Ägypten und Syrien unterstützte palästinensische Guerillagruppierungen in regelmässigen Abständen terroristische Anschläge auf Grenzsoldaten und militärische und zivile Einrichtungen in Grenznähe. Das syrische Militär nahm immer wieder landwirtschaftliche Siedlungen in Galiläa unter Artilleriebeschuss.

 

Das stets präsente diplomatische Säbelrasseln hatte mit Beginn des Jahres 1967 zugenommen. Anfang Mai 1967 hatte Nasser in einer Rundfunkansprache bei Radio Kairo erklärt: „Unser grundlegendes Ziel ist die Vernichtung Israels. Das arabische Volk will kämpfen.“ In dieser Situation der omnipräsenten Vernichtungsdrohungen war mit dem Abzug der UNO-Truppen für Israel klar: Die arabische Seite bereitet einen Krieg vor, der als Vernichtungskrieg geführt werden soll. Daran wollten die arabischen Vertreter selber keinen Zweifel lassen. „Ich, als Militärmann, glaube, dass die Zeit gekommen ist, um in einen Vernichtungskampf einzutreten“, brachte es Hafez Al-Assad, der damalige Verteidigungsminister Syriens, im Mai 1967 auf den Punkt.

 

„Die Frage Mitte Mai 1967 war nicht ob, sondern wann ein Angriff erfolgen würde.“

 

Umzingelt von Ägypten, Syrien und Jordanien, drei hochgerüsteten Feindesstaaten in unmittelbarer Nachbarschaft, sah sich das kleine Israel im Mai einer wahrhaftig existenzbedrohenden Lage gegenüber. Auf die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft konnte die israelische Führung nicht hoffen. Das war mit der Entscheidung des UNO-Generalsekretärs deutlich geworden. Die Frage Mitte Mai 1967 war also nicht ob, sondern wann ein Angriff erfolgen würde. Konkret stellten sich die Israelis die Frage: Was würde Nasser als wortgewaltigster und dank der überaus guten Kontakte zur Sowjetunion militärisch stärkster arabischer Anführer als nächstes tun? Er blieb nicht lange eine Antwort schuldig. Noch am 17. Mai drangen zwei ägyptische MiG-17 Militärjets entgegen allen internationalen Rechts in den israelischen Luftraum ein. Ihr Ziel: Der Atomreaktor Dimona im Süden Israels. Der überraschende Überflug, der sehr wahrscheinlich „Aufklärungszwecken“ dienen sollte, dauerte nur wenige Sekunden. So schnell konnte die israelische Luftwaffe gar nicht reagieren. Sinn und Zweck der Aktion lagen für die israelischen Armeegeneräle auf der Hand: Nasser hatte immer wieder betont, dass die Möglichkeit einer israelischen Atombombe ein Grund für einen Angriff sein könnte. Wollte Nasser also jetzt zuschlagen, da er davon ausging, dass Dimona noch kein nuklearwaffenfähiges Material produzieren konnte?

 

Die berechtigte, israelische Angst vor einem für den Süden des Landes verheerenden ägyptischen Angriff auf Dimona war ein entscheidender Katalysator für die Zuspitzung der Situation im Verlauf des Monats Mai 1967. Die Lage verschärfte sich endgültig mit der von Nasser angeordneten Sperrung der Meeresstraße von Tiran. Eilat, Israels einziger Hafen am Roten Meer mit vitaler Bedeutung für die israelische Wirtschaft, wurde von allen Seehandelsrouten abgeschnitten. Die Aktion stellten einen klaren Bruch internationalen Rechts dar, nachdem eine Seeblockade einen kriegerischen Akt darstellt. Die UNO hatte Israel 1956 die freie Passage der Meeresstraße versichert.

 

„Dem Staat Israel steht wie jedem anderen Staat der Welt das Recht auf Selbstverteidigung zu“

 

In Zürich gingen am 2. Juni rund 2’000 Menschen auf die Straße, um „für das Lebensrecht des Staats Israel“ zu demonstrieren“, wie es das Basler Volksblatt schrieb. Die am Ende der Demonstration gefasste Resolution verurteilte die gegen Israel gerichtete Kriegshetze und forderte die Vereinten Nationen auf, die 1956 übernommene Verpflichtung umzusetzen, die für Israel lebenswichtige freie Schifffahrt durch die Straße von Tiran zu garantieren. In einer Rede forderte der Rechtswissenschaftler Dr. Werner Kägi, dass der Drohung der totalen Vernichtung das Lebensrecht des Staats Israel entgegengestellt werden müsse, dies sei die Pflicht der ganzen Menschheit. Dem Staat Israel stehe wie jedem anderen Staat der Welt das Recht auf Selbstverteidigung zu.

 

Generalsekretär U Thant verurteilte Ägyptens Aggression, ebenso wie die Regierungsvertreter westlicher Staaten, unter ihnen US-Präsident Lyndon B Johnson. Praktische Unterstützung hatten diese Solidaritätserklärungen freilich nicht zur Folge. Die US-Armee war in Vietnam gebunden, Johnson wollte sich nicht in einen weiteren militärischen Konflikt hineinziehen lassen. Israel blieb von den wichtigen Öllieferungen aus dem Iran abgeschnitten. Anfang Juni standen circa 3’000 Panzer und 810 Kampfflugzeuge zum Angriff auf den jüdischen Staat an den Grenzen des Landes bereit. Die arabischen Nachbarn hatten Israel den Krieg erklärt. Israel musste handeln.

 

Um exakt 7.30 Uhr israelischer Zeit steigen 200 Kampfjets der israelischen Luftwaffe der Typen Mirage und Mystère aus französischer Produktion von den Luftwaffenstützpunkten in Hatzor, Ramat David und Hatzerim auf. Ihre Ziele liegen im Westen: Militärbasen der ägyptischen Armee. Die israelische Offensive, die den Sechstagekrieg einleiten sollte, hatte unter dem Codenamen „Moked“ (Fokus) mit einem aus der Luft ausgeführten Präventivschlag begonnen. Die zwei primären Ziele des Angriffs waren die Brechung der völkerrechtswidrigen ägyptischen Seeblockade der Strasse von Tiran und die Zerstörung der ägyptischen Streitkräfte auf dem Sinai. Angriffe gegen jordanische und syrische Einheiten waren nicht geplant. Auf etwaige Attacken der beiden Staaten, mit denen Ägypten in Vorbereitung des Kriegs gegen Israel einen Beistandspakt abgeschlossen hatte, sollte lediglich reagiert werden. An der West-und Nordgrenze stationierten die Israelis daher nur gerade so viele Truppeneinheiten, wie zu Verteidigungszwecken benötigt wurden. Verteidigungsminister Moshe Dayan und der Chef des Stabes Jitzchak Rabin hatten ihren Generälen einen strikten Zeitplan für die Militäroperation vorgegeben. Der Angriff sollte präzise und schnell erfolgen. Die israelischen Militärs wussten: Die israelischen Streitkräfte sind den Armeen der arabischen Staaten numerisch weit unterlegen. Rund 250 000 israelische Soldaten, darunter drei Viertel mobilisierte Reservisten, standen einer halben Million arabischer Kämpfer gegenüber. Die israelische Strategie der Vorwärtsattacke war durchdacht und schon bald von Erfolg gekrönt. Für die Ägypter kam der Militärschlag überraschend.

 

Praktisch alle Kampfjets der ägyptischen Luftwaffe, sowjetische Modelle der Typen MiG, Ilyushin und Tupolew, waren zu dem Zeitpunkt des israelischen Luftangriffs am Boden. „Ein Kampfjet ist die tödlichste Waffe, die existiert – am Himmel. Am Boden hingegen, ist sie absolut schutzlos“, so die Worte des Chefs der israelischen Luftwaffe, General Mordechai Hod. Er sollte Recht behalten. Mit gezielten Luftschlägen auf Startbahnen und geparkte Kampfjets schaffte es die israelische Luftwaffe, innerhalb einer halben Stunde vier Flugplätze auf dem Sinai und zwei im ägyptischen Kernland zu zerstören. Um 8 Uhr hatte Ägypten 204 Flugzeuge und damit die Hälfte seiner Luftstreitkräfte verloren. Um 10.35 Uhr vermeldete General Hod an Rabin: „Die  ägyptische Luftwaffe existiert nicht mehr.“ Luftangriffe waren von ägyptischer Seite von nun an nicht mehr zu befürchten. Entgegen israelischer Warnungen, nicht in den Konflikt einzugreifen, intervenierten Jordanien und Syrien, unterstützt von irakischen Verbänden. Mit Artilleriegeschützen griffen jordanische und irakische Truppen Ziele im Westjordanland und in Tel Aviv an, syrische Einheiten feuerten von den Golan-Höhen auf Galiläa und das Hula-Tal, Kampfjets der drei Staaten zielten auf die israelischen Städte Netanya und Kfar Saba. Israel konnte seine Lufthoheit jedoch behaupten.

 

Am Ende des ersten Kriegstags waren die Luftwaffen der beteiligten arabischen Staaten weitestgehend zerstört. Die israelischen Streitkräfte verlegten Kampfverbände in das Westjordanland und nach Jerusalem, um gegen den jordanischen Artilleriebeschuss vorzugehen, und das Nordkommando gegen Syrien wurde mit Einheiten verstärkt. Der erste Kriegstag war ein Desaster für die arabische Seite, die ihre drohende Niederlage mit einer westlichen Verschwörung zu erklären suchte. Am 6. Juni streuten Radio Kairo und der jordanische König Hussein I. die Falschmeldung, dass Israel mit amerikanischer und britischer Unterstützung kämpfe.

 

Die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) bezeichnete die Anschuldigungen als „Arabische Dolchstoßlegende“. Die NZZ-Korrespondenten erklärten sich die ägyptischen und jordanischen Lügen damit, dass die Staatsführer von ihren Verlusten ablenken und die Sowjetunion auf arabischer Seite aktiv in den Konflikt mit einbeziehen wollten. Die Korrespondenten schrieben: „[Es] liegt die Vermutung nahe, dass es sich um einen Versuch handle, die Sowjetunion auf der Seite der Araber in den Kampf zu ziehen. Trotz den energischen englischen und amerikanischen Dementis geht in den arabischen Ländern die Legendenbildung weiter.

 

US-Präsident Johnson bezeichnete diese Falschmeldung später als „Big Lie“. Am tatsächlichen Kriegsverlauf änderte die fälschliche Propaganda freilich nichts. Der Himmel war frei, das israelische Militär wandte sich dem Kampf am Boden zu. Fallschirmspringer und Panzereinheiten überquerten die israelisch-ägyptische Grenze noch am 5. Juni, um gegen Stellungen der ägyptischen Infanterie vorzugehen, die sich entlang des Grenzverlaufs auf dem Sinai und im Gaza-Streifen eingegraben hatte. Am 6. Juni überquerten sodann drei israelische Divisionen die Grenze in westlicher Richtung. Ihnen standen sieben Divisionen der ägyptischen Armee mit 900 Panzern gegenüber. Ein brillantes Manöver des israelischen Generalmajors Israel Tal brachte seine Panzerfahrer hinter die feindlichen Linien, von wo aus sie die ägyptischen Verbände ungeschützt angreifen konnten. Ein weiterer vernichtender Schlag gegen die Ägypter.

 

Am 7. Juni hatten die israelischen Truppen den gesamten Sinai erobert und standen in Sharm asch-Schaich im Süden und am Suez Kanal im Norden. Am 8. Juni war die Lage offensichtlich: Ägypten war besiegt, die Straße von Tiran war wieder frei. Tags darauf verkündete der ägyptische Präsident Nasser seinen Rücktritt. Er hatte seiner Bevölkerung einen vernichtenden Sieg über Israel und die Vertreibung der Juden aus dem Nahen Osten versprochen und war auf ganzer Linie gescheitert. Die Massen verziehen ihm jedoch die Niederlage. Zu tausenden gingen die Ägypter auf die Straße, um Nasser zum Weitermachen an der Staatsspitze aufzufordern. Bis zu seinem Tod im Jahr 1970 sollte Nasser ägyptischer Präsident bleiben.

 

An der jordanischen Front stellten sich ebenfalls rasche Erfolge für Israel ein. Nach drei Tagen des Kampfs war das Westufer des Jordans unter israelischer Kontrolle. Bereits am 7. Juni hatten israelische Fallschirmjäger nach kurzen, blutigen Straßenkämpfen die Altstadt von Jerusalem erobert. Dayan und Rabin besuchten noch am selben Tag den Tempelberg mit der für Juden heiligen Klagemauer. Ein historisches Ereignis sondergleichen: Erstmals nach der Eroberung der Altstadt Jerusalems durch Jordanien im Unabhängigkeitskrieg 1948 konnten Juden wieder an der Klagemauer beten. Die Schlacht um Jerusalem mag militärisch im Gesamtverlauf des Sechstagekriegs eher unbedeutend gewesen sein, emotional war sie dafür umso bedeutender für die Israelis. Die „NZZ“ beschrieb die Situation am Tempelberg nach der Einnahme durch die Israelis in einem Artikel vom 8. Juni 1967: „Der historische Augenblick wurde durch den obersten israelischen Militärgeistlichen, den im Rang eines Fallschirmjäger-Generals stehenden Rabbiner Schlomo Goren, eingeleitet. Er ergriff das Schofar, das Widderhorn, und teilte damit allen Juden in der gesamten Welt mit, dass sie wieder in der Stadt Davids vor der Klagemauer des salomonischen Tempels beten können.“

 

An der Front im Norden gegen Syrien gestalteten sich die Kämpfe am schwierigsten. Dort gab es die heftigsten Auseinandersetzungen und die meisten Toten im Kampf Soldat gegen Soldat. Dies lag an dem schwierigen Terrain der Golan-Höhen, das den syrischen Truppen einen erheblichen Vorteil für ihre Angriffslinien bot. Strategisch umso entscheidender war der israelische Durchbruch und die Einnahme des Golan am 10. Juni, dem letzten Tag der Kampfhandlungen. Noch am selben Tag verkündete der UNO-Sicherheitsrat einen Waffenstillstand, der von allen Kriegsparteien akzeptiert wurde. Der Krieg war vorbei.

 

Am Ende des Sechstagekriegs standen 679 Tote und 2563 Verletzte auf israelischer Seite. Die Araber verzeichneten insgesamt 21 000 Tote und 45 000 Verletzte. Unmittelbar nach der Verkündung des Waffenstillstands sagte Israels Premierminister Levi Eshkol in einem Interview mit der britischen Sunday Times: „Die Gefahr der Vernichtung, die Israel seit seiner Gründung bedrohte und die im Begriff war, umgesetzt zu werden, konnte beseitigt werden.“ Eshkol bringt die explosive Situation Anfang Juni 1967 auf den Punkt. Für Israel gab es zum Kampf keine Alternative. Es konnte nur heißen: Kämpfen und siegen, oder ausgelöscht werden. Welche gewichtigen Folgen die sechs intensiven Kriegstage für Israel und den Nahen Osten haben sollten, war kurz nach Ende des Kriegs noch nicht absehbar. Tatsache ist: Die Einnahme der Gebiete Gaza, Westbank und Golan war nicht von Israel geplant, sondern ergab sich spontan im Verteidigungskrieg gegen die zum Angriff rüstenden Feinde. Dies wurde in den kürzlich vom israelischen Staatsarchiv veröffentlichten Protokollen des damaligen Sicherheitskabinetts abermals bestätigt.

 

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